Nachrichten aus der Pfarrei

Wichtige Informationen unserer Pfarrei zur Corona-Krise

  • Aktuelle Hinweise und Anweisungen zum Gottesdienstbesuch werden auf der Homepage und in der Gottesdienstordnung veröffentlicht (siehe Hygiene + Livestreams). Bitte informieren Sie sich stets aktuell auf unserer Homepage und in der jeweiligen Gottesdienstordnung.

  • Bitte in das Pfarrbüro nur in dringenden Fällen und nach telefonischer Vereinbarung kommen. Bitte erledigen Sie alle Anfragen vorzugsweise telefonisch oder per E-Mail.

  • Das Jugendheim hat für Pfarrei-Interne Gruppierungen wieder geöffnet, für weitere Infos wenden Sie sich bitte an der Pfarrbüro. Das Hygienekonzept zum Download ist hier zu finden.

  • Zur Teilnahme an Gottesdiensten ist das Tragen einer FFP2-Maske verpflichtend. Der Mund-Nasenschutz muss bis auf Weiteres ab Betreten des Pfarreigeländes und während des ganzen Gottesdienstes getragen werden. Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 15 Jahren müssen lediglich eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Kinder unter sechs Jahren sind wie bisher auch schon von der Maskenpflicht befreit, ebenso wie Personen, die aufgrund einer Behinderung oder aus anderen gesundheitlichen Gründen der Trageverpflichtung nicht unterliegen.

  • Der Gemeindegesang mit Maske ist wieder erlaubt. Bitte bringen Sie Ihr eigenes Gotteslob mit!
     
  • Teilweise Übertragung von Gottesdiensten in einem Livestream: Link zum Livestream Angebot.

    Letzter Livestream: Sonntag 25.Juli 10.30 Familiengottesdienst
    Nächster Livestream: Sonntag 15.August 10.30 Hl. Messe zum Patrozinium

 
 

Meditation und Aktion: "Der Himmel reißt auf"

Der Himmel reißt auf 1„Der Himmel reißt auf", unter diesem Motto fand der erste Abend in der Reihe Mediation und Aktion im Sommer in diesem Jahr statt. Bereits zum fünften Jahr in Folge lädt der Sachausschuss Eine-kreativ, soziale-Welt des katholischen Pfarrgemeinderats Roth zu jeweils vier Abenden an das Bahnsteighäuschen im Stadtgarten ein. Im Mittelpunkt stehen die Texte der ökumenischen Bibelwoche, so 2013 Passagen aus dem Markusevangelium. Im zweiten Teil findet jeweils eine Aktion zum Mitmachen statt, die sich mit Fragen aus dem jeweiligen Text ergeben.
„Der Himmel reißt auf", das konnten die knapp 30 Teilnehmer am ersten Abend wörtlich nehmen, denn mit dem Glockenläuten um 19:00 Uhr schoben sich auch die Wolken beiseite und die Abendsonne tauchte den Stadtgarten in orange-gelbliches Licht.

Nach der Begrüßung durch die Vorsitzende des Ausschusses Andrea Barthel, stellte Cornelia Raithel das Markusevangelium kurz vor: Es sei das kürzeste Evangelium und entstand etwa 70 nach Christus im zeitlichen Zusammenhang mit der Zerstörung Jerusalems. Nach altkirchlicher Überlieferung werde es Markus zugeschrieben, gemeint sei Johannes Markus aus Jerusalem, Sohn einer Maria, in deren Haus sich die Urgemeinde in Jerusalem versammelte. Markus habe offensichtlich nicht jüdische Leser im Blick gehabt, weil er jüdische Gebräuche immer erklärt. Markus habe Überlieferungen über Jesus gesammelt, vor allem Wundererzählungen, Gleichnisse, Geschichten, die in einem Jesuswort gipfeln und schreibt sie in seinen Worten nieder.


Der erste Satz von Markus sei wie ein Paukenschlag „Dies ist der Anfang des Evangelium von Jesus Christus, dem Sohn Gottes". Die Zielsetzung des Evangeliums und seine Botschaft seien damit von Anfang an klar. Der Begriff „Evangelium", also „Gute Nachricht" habe bis dahin für eine politische Meldung über Erfolge, also eine Siegesbotschaft gestanden, jetzt verwandt für Jesu Wirken.
Die Auslegung der Textpassage aus dem Markusevangelium 1, 1-15 übernahm am ersten Abend der evangelische Pfarrer Manfred Hohnhaus. Die Passage erzählt von Jesu Taufe durch Johannes den Täufer im Jordan. Johannes stelle in seinem Wesen, seiner Predigt und dem Ort seines Auftretens die etablierte Religion auf den Kopf. Weit und breit sei nichts zu sehen von einem Tempel, einer Synagoge oder einem sonstigen Gotteshaus, in dem mit Form und Stil und nach bewährten Traditionen Menschen ihren religiösen Geschäften nachgehen. Johannes der Täufer trat in der Wüste auf, wie eine Kampfansage gegen althergebrachte Frömmelei, ja geradezu ein „Beben in der Wüste", dessen Schallwellen damals anscheinend das ganz jüdische Land erschüttert haben müssen.


Auch für die heutige Zeit würde Hohnhaus den Kirchen wieder einmal eine solch´ gewaltige Persönlichkeit wie Johannes wünschen, die die Gläubigen aufschrecken lasse und herausrufe aus dem gewohnten religiösen Trott. Er wünsche sich, dass von dieser Persönlichkeit ein Beben durch Europa ginge, damit sich Europa frage, was aus seinen jüdisch-christlichen Wurzeln geworden sei und warum es gut sei, sich gerade heute an Gottes willen und an seinen Geboten zu orientieren.
Denn der Himmel will gewonnen werden und wer den Himmel will, müsse erst einmal in und durch die Wüste gehen. Das sei die Erfahrung, die Johannes und Jesus eine. Sie haben sich bewusst dieser lebensfeindlichen Umgebung ausgesetzt, in der sich nur mit Fasten und größter Disziplin überleben lasse. In der man aber anscheinend die wahre und unverfälschte Stimme Gottes hören könne.
Wer den Himmel gewinnen und Gottes Stimme vernehmen will, so Hohnhaus, der müsse in die Wüste, der müsse allen falschen Ballast hinter sich lassen. Für den gebe es kein „sowohl als auch", kein „ein bisschen schon, aber doch nicht ganz", kein „ist schon gut, aber ja nicht übertreiben". Wer den Himmel gewinnen will, der müsse sich ganz und gar, mit Haut und Haaren, mit Herz und Seele auf seinen Gott einlassen. Der Zugang zum Himmel führe über den Mann aus Nazareth. „Wo Du ihm vertraust, findest Du den Weg zum Leben", so Pfarrer Hohnhaus.


Der Himmel reißt auf 2So fragte der zweite Teil des Abends: „Was richtet mich aus?" Veranschaulicht wurde das Thema mit metallischen Pfeilspitzen die sich zu einem Magneten ausrichten. Bei der anschließenden Aktion wurden Kühlschrankmagnete mit Bildern und Sinnsprüchen gestaltet.
Der zweite Abend der Reihe findet am 26. August statt. „Wer kann mit Glauben helfen?" Damit setzt sich das Markusevangelium im Kapitel 2,1 – 12 auseinander, das dann von Diakon Heinrich Hofbeck ausgelegt wird. Unter dem Spruch „Steh auf, nimm deine Tragbahre und geh nach Hause" wird dabei der Umgang mit einer Behinderung thematisiert. Beginn ist um 19:00 Uhr am Bahnhsteighäuschen im Stadtgarten Roth.