Termin- und Veranstaltungshinweise

Freitag 23.Aug.2019 20:00 Jugendtreff Utopia
   Öffnungszeiten vom offenen Jugendtreff Utopia (Ab 14)

Donnerstag 19.Sep.2019 14:00 Seniorenkreis
   - Aktuelles aus der Kommunalpolitik

Freitag 27.Sep.2019 19:00 We meet Jesus
   Jugend-Gebetskreis

Samstag 28.Sep.2019 18:00 Gottesdienst mit Verabschiedung von Organist Robert Lehner
  

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Bitte beachten Sie auch die aktuelle Gottesdienstordnung

 

Nachrichten aus der Pfarrei

Vorstellung Hungertuch

Hungertuch 2013"Am Hungertuch nagen" - diese sprichwörtliche Redensart ist uns allen geläufig. Sie bedeutet soviel wie "Hunger leiden", arm sein. Weniger bekannt ist dagegen die Idee des Hungertuches, sie entstammt einem alten, kirchlichen Brauch. Die Tücher zeigten Bildmotive des Alten und Neuen Testamentes. Sie erzählen die biblischen Geschichten von der Schöpfung bis zur Wiederkunft Christi. So bringen sie als sogenannte "Armenbibel" der Gemeinde, die meist nicht lesen konnte die Heilsgeschichte Christi in Bildern vor Augen.

Diese alte Tradition wurde von Misereor 1976 wieder aufgegriffen. Alle 2 Jahre wird ein neues Bild gestaltet, meist von Künstlern aus Afrika, Lateinamerika oder Asien. Die Künstler ermöglichen uns einen Einblick in das Leben und den Glauben von Menschen uns fremder Kulturen. Die modernen Bilder laden zur Betrachtung des Leidens Christi ein, ganz in der Tradition der mittelalterlichen Tücher - neu daran ist, dass die Tücher eine Verbindung herstellen zu Hunger und Armut in der Welt aber auch zu dem kulturellen und spirituellen Reichtum der Menschen dort.


"Wieviele Brote habt Ihr?" fragt Ejti Stih, die diesjährige Künstlerin des Hungertuchs. 1957 wurde Stih in Slowenien geboren und ist seit der Heirat mit einem Bolivianer, Staatsbürgerin des südamerikanischen Binnenstaates.
"Kunst wird nicht die Welt verändern, sie kann uns aber helfen Fragen zu stellen," ist für Stih klar, das Einzige was die Menschen dabei tun könnten sei, sich verantwortlich und moralisch zu verhalten.

Eine alltägliche Frage ist es, die Jesus seinen Freunden stellt, "Wieviele Brote habt Ihr?" Tausende von Männern, Frauen und Kindern umringen ihn seit Stunden, um ihm zuzuhören. Nun sind sie hungrig. Die Geschichte der Brotvermehrung ist eine der grundlegenden Texte des Christentums. Eine einfache Frage bringt die Menschen aus ihrem gewohnten Trott und zwingt zum Handeln. Hunger haben – das kennt jeder Mensch. Ein lebensnotwendiger Reflex. Hier in Europa meinen wir damit meist ein Ziehen im Magen, das uns signalisiert: Es ist Zeit für eine Mahlzeit. Dann öffnen wir den Kühlschrank und nehmen uns etwas zum Essen heraus.
Eine Milliarde Menschen können das nicht tun, denn sie haben weder einen Kühlschrank noch das Geld, um die nötigsten Lebensmittel zu kaufen. Sie hungern. Sie sind nicht nur in diesem Moment hungrig, sondern sie hungern tagelang, manchmal sogar monatelang.
Die Künstlerin Ejti Stih stellt diesem Mangel die Verheißung von Gottes Fülle entgegen, von der niemand mehr ausgeschlossen ist.
Der gemeinsame Tisch ist dabei ein starkes Symbol für die Solidarität mit den Armen. Das Bekenntnis zum zupackenden Handeln im Sinne des Reiches Gottes verheißt ein Leben in Fülle.

Der Sachausschuss Eine-kreativ, soziale-Welt des katholischen Pfarrgemeinderats Roth unter Leitung von Andrea Barthel, hat sich intensiv mit dem diesjährigen Hungertuch beschäftigt. Am Sonntag, 17. Februar 2013, soll der Gottesdienst in der Rother Pfarrkirche um 10:30 Uhr, ganz im Zeichen des Hungertuchs stehen. Kyrierufe und Fürbitten wurden auf das Thema abgestimmt, in der Predigt sollen die einzelnen Teile des Hungertuchs näher vorgestellt werden.