Termin- und Veranstaltungshinweise

Sonntag 02.Jul.2017 11:00 Gemeindefest der evang. Kirchengemeinde
   bei der Stadtkirche

Samstag 15.Jul.2017 19:00 Grillfest der Kolpingsfamilie
  

Sonntag 16.Jul.2017 19:00 Dekanatsjugendgottesdienst in Eckersmühlen
   Monatlicher Jugendgottesdienst mit Dekanatsjugendseelsorger Sebastian Stanclik und Gruppen aus den Pfarreien...

Donnerstag 20.Jul.2017 14:00 Ökumenischer Grillnachmittag
  

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Bitte beachten Sie auch die aktuelle Gottesdienstordnung

 

Nachrichten aus der Pfarrei

Indienreise der kath. Pfarrei Roth

Indienreise Taj Mahal 001Unter der Leitung von Pfarrer Dr. Christian Löhr und Kaplan Chinna Reddy Allam nahmen 28 Personen an der 14-tägigen Reise der Pfarrei Roth nach Nord- und Südindien teil. Höhepunkt der Reise war zweifellos der Besuch der ehemaligen Pfarrei und des Heimatdorfes von Kaplan Chinna.
In seiner ehemaligen Pfarrei wurde uns ein grandioser Empfang bereitet, den der Nachfolger von Kaplan Chinna organisiert hatte. Mit Musik wurden wir am Bus abgeholt und in einer Prozession zum Dorfplatz geleitet, wo viele Fotos geschossen, Geschenke gegeben und Tänze vorgeführt wurden. Wir hatten auch Gelegenheit, einzelne Wohnungen zu besuchen, sodass wir einen guten Eindruck über die dörflichen indischen Wohnverhältnisse bekamen. Schließlich wurden wir im Pfarrhaus zum Essen eingeladen.
Ähnlich überwältigend war tags darauf der Empfang durch die Familie von Kaplan Chinna in Patibandla. Die Eltern, die Schwester und die Verwandten unseres Kaplans begrüßten uns mit Blumenkränzen und servierten auf der Dachterrasse ihres neu gebauten Hauses ein opulentes indisches Mahl. Anlässlich des Patroziniums der Kirche von Patibandla, die den Hl. Drei Königen geweiht ist, feierte der Diözesanbischof zusammen mit einer großen Anzahl von Priestern einen Festgottesdienst, der fast drei Stunden dauerte.
Ein weiteres Highlight der Reise war die Begegnung mit dem Bischof von Guntur Bhagyaiah Chinnabathini, der erst seit einigen Monaten im Amt ist, vorher Caritasdirektor war und mehrere Jahre

im Bistum Hildesheim, vor allem in Hannover, tätig war, sodass er unsere Fragen auf Deutsch beantworten konnte. Wir erfuhren von ihm, dass die Pfarrer an Sonntagen vier bis fünf Messen an verschiedenen Orten halten müssen und dass in den regionalen Priesterseminaren viele Seminaristen studieren. Da es keine Kirchensteuer wie bei uns gibt, wird die Arbeit der Kirche durch Spenden der Gläubigen und durch den Vatikan finanziert. Auch das Kolping-Sozialwerk übernimmt die Finanzierung von Projekten wie die Trinkwasserversorgung oder die Unterstützung von Kindern, wenn sie zur Schule gehen.
Neben dem eindrucksvollen Besuch und der Gastfreundschaft in der südindischen Heimat von Kaplan Chinna lernten wir auch die touristischen Höhepunkte Indiens kennen. Von Südindien ist die 7-Millionen-Stadt Hyderabad zu erwähnen, in der wir die größten Filmstudios der Welt und die Festung Golconda besichtigen konnten, deren wechselvolle Geschichte in einer abendlichen Lichtshow erzählt wurde.
In Nordindien standen die Sehenswürdigkeiten des „goldenen Dreiecks“ Delhi –Jaipur – Agra im Mittelpunkt, wobei die Besichtigung des Taj Mahal einen gewissen Höhepunkt darstellt. In einer typisch indischen Operettenaufführung wurden wir in die Begebenheit um das Taj Mahal („teuerster Liebesbeweis aller Zeiten“) eingeführt. Weitere besondere Erlebnisse war der Ritt auf den Elefanten in Fort Amber und die Rikscha-Fahrt in Old-Delhi. Dabei konnten wir hautnah das pralle Leben Indiens erfahren, auch die weniger schönen Seiten, die armen Menschen, die schlechten Behausungen, die Slums, die Umweltverschmutzung.
Schließlich waren wir noch in Goa, der ehemaligen portugiesischen Kolonie. Hier missionierte der hl. Franz Xaver und fand 1554 seine letzte Ruhestätte in der Basilika „Bom Jesus“. Er gilt heute als Schutzpatron Indiens, dessen Gedenktag am 3. Dezember groß gefeiert wird. Ferner besichtigten wir die Franziskus-Kirche und die Kirche der hl. Katharina von Alexandrien, erholten uns für einige Stunden am palmengesäumten Sandstrand, besuchten den Markt von Goa und eine Gewürzplantage. Seitdem wissen wir, wo Pfeffer, Nelken, Chili, Zimt und andere Gewürze wachsen.
Während der 14-tägigen Reise haben wir Vielfältiges erlebt, so die verschiedenen Religionen Indiens, vor allem die Hindu-Tempel, die Moscheen, die christlichen Kirchen, das städtische und ländliche Leben, die touristischen Höhepunkte. All das war von den örtlichen Reiseleitern auf das Beste vorbereitet. Auch unsere Busfahrer waren Spitze, sie brachten uns trotz des enormen und teilweise chaotischen Verkehrs in den Millionenstädten immer wieder heil und pünktlich an unsere Ziele.